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Was den Frühjahres-Trunk so besonders macht

Der heutige Biermarkt nutzt jede Marktlücke, die sich ihm bietet, so ist es zum Beispiel beim Weihnachts- oder Winterbier. Tendenziell sind diese dunkler, da sie malziger gebraut werden, doch sie folgen keiner wirklichen Vorgabe oder Tradition.

Auf den ersten Blick klingt das Osterbier ähnlich an, doch hinter dem Osterbier versteckt sich meistens ein Märzen-Bier. Und ebendieses hat Tradition und Geschichte, die heutzutage an Ostern genossen werden kann.

Ursprünglich ist der Märzen alles andere als ein Osterbier gewesen, ganz im Gegenteil: Dieses Bier war nicht für den sofortigen Verzehr bestimmt und sollte erst später im Jahr genossen werden.

Das lag nicht nur an den speziellen Anforderungen, die das Märzenbier an den Brauer stellte, denn es will bei unter 10°C gelagert werden.

Die Tradition des Märzen geht auf das bayerische Dekret von Albrecht V. Zurück, der im Jahre 1535 veranlasste, dass Bier nur zwischen dem 29. September und dem 23. April gebraut werden durfte. Sie fragen sich bestimmt, welchen Sinn diese strikte Anordnung verfolgt? Die Antwort auf diese Frage ist näherliegend, als so mancher zunächst vermuten mag. Es handelt sich nämlich in erster Linie um eine Sicherheitsmaßnahme für alle brauenden Institutionen.

Die erhöhte Brandgefahr, die durch die warmen Sommermonate besonders für Brauereien bestand war Anlass genug, das Bierbrauen in den gefährdeten Monaten zu verbieten.

Damit im Sommer dennoch Bier genossen werden konnte, musste eine Lösung her, die mehr Stammwürze und Alkohol aufwies, damit sie länger haltbar und lagerfähig war, was zum Märzen führte, der ein untergäriges Bier darstellt, welches leicht erhöhte Prozente zu gebräuchlichen Bieren aufweist.

Vor allem die Lagerung in kühlen, mit Eis gefüllten Felsenkellern macht das Bier zu einem ganz besonderen Genuss, der nicht nur einer bestimmten Brau- sondern auch Lagertradition folgt.

Wer heute Märzen trinkt, legt es nicht darauf an, das Bier möglichst lange haltbar zu machen um es dann monatelang zu lagern, sondern möchte ein leichtes Bockbier oder ein starkes Alltagsbier. Deswegen und der Besonderheit geschuldet, dass im März früher besonders viel Bier für die braufreie Zeit hergestellt wurde, prädestinieren das Märzen-Bier heute als Osterbier, da es jahreszeitlich einfach mit dem Oster-Event des Häufigeren zusammenfällt.

© Dorling Kindersley Verlag / Bier Selbst Brauen Schritt für Schritt zum selbst gemachten Bier – Greg Hughes

 

Die während der Gärung zugegebenen Himbeeren machen dieses Weizenbier belgischen Stils einfach unwiderstehlich. Ein Sommergetränk, das auch Nicht-Biertrinker überzeugt!

  • Anfangsdichte – (Dichte der Würze vor der Gärung): 1050 g/l
  • Erwartete Enddichte -(Dichte der Würze nach der Gärung): 1012 g/l
  • Stammwürze (der aus der Anfangsdichte errechnete Extraktgehalt der Würze vor der Gärung): 12,5%
  • Brauwasser (gesamte für das Rezept erforderliche Wassermenge): 32 l
  • Ergibt: 23 l Bier
  • Vol.-% (geschätzter Alkoholgehalt des fertigen Biers): ca. 5,1 %
  • Bittere (wie bitter das Bier schmeckt; je höher die Zahl, desto bitterer ist es, wobei ein höherer Alkoholgehalt die Bittere etwas ausgleicht): 15,3 IBU
  • Farbe (wie hell oder dunkel das Bier ist, gemessen anhand der EBC-Skala; je höher die Zahl, desto dunkler das Bier): 7,2 EBC

MAISCHE

  • Wasser: 12,5 l
  • Dauer: 1 Std.
  • Temperatur: 65°C

Schüttung: Menge

  • Lagermalz: 2,7 kg
  • Weizenmalz: 2,3 kg

KOCHEN

  • Wasser: 27 l
  • Kochdauer: 1 Std. 10 min

Hopfen

  • Challenger: 7%
  • Menge: 20 g
  • IBU:  15,0
  • Zugabe: Bei Kochbeginn

Sonstige

  • Irish Moss/Carrageen (E 407)
  • Menge: 5 g/25 l
  • Zugabe: Bei Kochende

GÄRUNG

  • Gärtemperatur: 20°C
  • Lagerung: 2 Wochen bei 12°C

Hefe

  • Wyeast 1010 American Wheat

Sonstige

  • Himbeeren
  • Menge: 2,5 kg
  • Zugabe: Nach 2 Tagen 1 Woche ziehen lassen

MALZEXTRAKT-VERSION

3 kg hellen Trockenmalzextrakt in 27 l Wasser einrühren, aufkochen und den im Rezept empfohlenen Hopfen nach Anleitung zugeben.


 

Bier selbst Brauen

© Dorling Kindersley Verlag / Bier Selbst Brauen Bier Selbst Brauen Schritt für Schritt zum selbst gemachten Bier – Greg Hughes

Greg Hughes

Bier selbst brauen: Schritt für Schritt zum selbst gemachten Bier

Das Do-it-yourself-Buch für Biergenießer! Dieses Buch begleitet Hobbybrauer und alle, die es werden möchten, auf dem Weg zum selbst gebrauten Bier. Ob Münchner Helles, mexikanische Cerveza, japanisches Reisbier, belgisches Witbier oder American Stout: 100 Rezepte aus vielen Regionen der Welt inspirieren zum Ausprobieren!

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© pixabay.com / © radekkulupa

Viel geliebt und gewünscht auf fast jedem Bier: eine gute Schaumkrone sieht nicht nur gut aus und gehört zum Bier dazu, sie hat außerdem auch einen Nutzen! Wussten Sie’s?

Physiker haben nun bewiesen, was viele Wirte sicher schon lange wussten: mit Bierschaum schwappt das Glas nicht über. Auch eine kleine Schaumkrone hindert Bier am Überschwappen, was sowohl für die Bedienung, als auch für den Gast hilfreich sein kann.

An der New York University untersuchte nun ein Team dieses Phänomen und fand heraus, dass diese Eigenschaft bei Bier vorhanden ist, aber auch für andere Getränke gilt und sogar für den Transport gefährlicher Flüssigkeiten nützlich sein könnte. Dabei hilft bereits eine kleine Krone, mit etwa fünf Lagen Schaumbläschen dabei, dass die Flüssigkeit kaum schwappt. Wie beim Bier, gilt dies auch für Kaffeegetränke mit Schaumhaube.

Obgleich ein verschüttetes Bier natürlich nicht gefährlich ist, so ist es doch schön, wenn durch die Schaumkrone nicht nur ein schöner Anblick entsteht, sondern auch sichergestellt ist, dass man jeden Tropfen seines Getränks genießen kann. (cd)

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© pixabay.com / © stux

Rund um das Thema Erkältung gibt es viele Ratschläge, Hausmittel und Wege wie man denn nun am schnellsten wieder gesund wird – ein besonders beliebter Tipp ist: warmes Bier. Doch hilft warmes Bier wirklich?

Tatsächlich ist es erwiesen, dass warmes Bier in gewissen Mengen helfen kann. Alkohol kann wirksam sein, weil er desinfiziert, doch zu viel Alkohol ist wiederum schlecht fürs Immunsystem. In kleinen Mengen scheint Bier, welches nicht zu viel Alkohol enthält, erwärmt der Erkältung zu Leibe zu rücken. Der Alkoholanteil desinfiziert, die wärme hilft dem rauen Hals und enthaltenen Stoffe wie Hopfen, ätherische Öle und Bitterstoffe wirken schlaffördernd – und Schlaf ist ja bekanntlich die beste Medizin. (cd)

 

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© pixabay.com / © MoreLight

Oktoberfest 1900-1972: Ob alteingesessene Betriebe wie Bräurosl und Schichtl, traditionelle Fahrgeschäfte wie Toboggan und Teufelsrad oder längst vergessene Attraktionen wie Kamele, Seilartistik und Kuriositätenkabinett… Warum das größte Volksfest der Welt auf eine so lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann.

Ursprünglich geplant als festlicher Anlass für eine bayrische Prinzenhochzeit, fand man schnell Gefallen an einem jährlich stattfindenden Volksfest, zu dem sich in wenigen Jahren Schausteller und Brauereien gesellten und so das Oktoberfest prägten, wie man es bis heute kennt. Und auch im 21. Jahrhundert hat die Wiesn nichts von ihrem traditionellen Charme eingebüßt.

Am Anfang war die Hochzeit

Vier Jahre nach der Erhebung Bayerns zum Königreich fand am 12. Oktober 1810 die Vermählung des Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs Ludwig I., mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt. Die offiziellen Feierlichkeiten zur Hochzeit dauerten fünf Tage und wurden im Sinne einer großen Ovation an das Herrscherhaus des jungen Königreiches inszeniert. Glänzend und populär zugleich gingen die Feierlichkeiten über die Bühne, die ganz München war. Die Parade der Schützen der Nationalgarde und der bürgerlichen Schützengesellschaften, Illuminationen und Musik, Essen und Trinken, Pauken und Trompeten – ein riesiges Festtreiben belebte die Münchner Innenstadt.

Ein Fest für das Volk

Oktoberfest 1905

Volksnähe demonstrierte die Dynastie der Wittelsbacher und dankte damit zugleich ihren Untertanen, die durch die Anbindung an Frankreich und die daraus resultierenden Kriege, durch Gebietserweiterungen und verwaltungstechnische Neuorganisation auf eine harte Geduldsprobe gestellt wurden. Ein großes Fest als Identitätsstifter für die Neubayern und als Ausrichtung auf die Haupt- und Residenzstadt München und das bayerische Herrscherhaus kam da gerade recht. Die bereits damals als „Volksfest“ bezeichneten Feierlichkeiten in der Innenstadt wurden am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens beendet. Die allerhöchste Erlaubnis zu diesem Wettkampf erwirkten „bey der Cavallerie-Division der National-Garde dritter Klasse eingereihten Individuen“ unter Major Andreas von Dall’Armi.

„Theresens-Wiese“

Der anwesenden Königsfamilie huldigten Kinder in bayerischen Volkstrachten mit Gedichten, Blumen und Früchten des Landes. Zu Ehren der Braut wurde die Festwiese „Theresens-Wiese“ getauft. So heißt der Oktoberfestplatz noch heute: „Theresienwiese“ – im Münchner Sprachgebrauch kurz „die Wiesn“ genannt. Das anschließende Pferderennen gewann der Nationalgarde-Kavallerist und Lohnkutscher Franz Baumgartner, der angeblich diese Veranstaltung auch anregte. Mit dem Pferderennen von 1810 sollte das berühmte „Scharlachrennen“, das letztmals 1786 auf der Münchner Jakobidult abgehalten wurde, wieder aufleben.

Ein Publikumserfolg etabliert sich

Durch den Beschluss, das publikumswirksame Pferderennen im folgenden Jahr zur gleichen Zeit zu wiederholen, entstand die Tradition der „Oktober-Feste“. 1811 kam zum Pferderennen das erste Landwirtschaftsfest als Fachausstellung zur Hebung der bayerischen Agrarwirtschaft hinzu. Während das Pferderennen als ältester Veranstaltungsteil nach 1938 aus organisatorischen Gründen von der Wiesn verschwand, findet das „Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest“ (ZLF) noch heute im Turnus von vier Jahren im Südteil des Areals während des Oktoberfestes statt; in einem solchen Jahr wird das Oktoberfest als „Kleine Wiesn“ bezeichnet.

Von Bierbuden zu Bierburgen

Oktoberfest 1910

In kleinen Buden, deren Zahl rasch stieg, konnten sich die Besucher mit Bier versorgen. Die ersten großen Bierburgen wurden ab 1896 von unternehmungslustigen Wirten in Zusammenarbeit mit den Brauereien aufgestellt. Bald wurden auch zünftige Brotzeiten und deftige Münchner Schmankerl feilgeboten und so entstand die Wirtsbudenstraße, die für Leib und Seele bis heute alles bietet, was der Besucher zum Oktoberfest-Glück braucht.

Volksbelustigungen

Den anderen Teil des Festgeländes bestimmten die Betriebe der Schausteller. 1818 wurde das erste Karussell und zwei Schaukeln aufgestellt – ein bescheidenes Angebot an allgemeinen Vergnügungen während der ersten Jahrzehnte. In den 1880er Jahren begann die Blüte des deutschen Schaustellergewerbes und der Karussellindustrie. Dies setzte den Grundstein zur Wiesn, wie wir sie heute kennen: eine breite Palette von Fahrgeschäften, Belustigungen, Schaubuden und vielem mehr begeistert Jung und Alt.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie unter: http://www.muenchen.de/veranstaltungen/oktoberfest/geschichte.html#/

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© pixabay.com/ © GregMontani

Bier ist ein alkoholisches Getränk mit einem niedrigen Alkoholgehalt, das aus der Vergärung von Malz gewonnen wird. Ob nach Feierabend auf der Couch, im Bierzelt auf dem Oktoberfest oder mit Freunden an der Bar – Bier gehört zu den beliebtesten alkoholischen Getränken überhaupt. Ein Suite 101-Artikel über die Vor- und Nachteile und die Zutaten von Bier.

Zutaten von Bier

  • Malz: Gerste wird unter Zusatz von Wasser gekeimt. Stärke wird dabei zu Malzzuckern abgebaut. Anschließend wird Hefe zugesetzt, welche den Zucker in Alkohol umwandelt.
  • Bierhefe: Sie wird dem Malz hinzugefügt, damit es gärt. Sie besteht aus einem besonderen, mikroskopisch kleinen Pilz, der Saccharomyces cerevisae genannt wird.
  • Hopfenextrakt: Er verleiht dem Bier seinen typisch bitteren Geschmack. Hopfen (Humulus lupulus) ist mit beruhigenden Heileigenschaften ausgestattet. Für das Bier wird der Hopfen zu einer Würze eingekocht, auch Stammwürze genannt.
  • Kohlendioxid (CO2): Zwischen drei und fünf Gramm Kohlensäure pro Liter

Die Vorteile von Bier

  • Geringer Alkoholgehalt: Bier enthält zwischen fünf und sieben Prozent Alkohol, das ist etwa die Hälfte des Weingehaltes und etwa achtmal weniger als bei Whisky oder anderen Spirituosen. Das Hopfengetränk ist daher durch seinen geringeren Gehalt auch weniger gefährlich als beispielsweise Wein, Branntwein oder Likör.
  • Schutz vor Herzinfarkt: Eine Studie der Universität Münster (Deutschland) kam zu dem Ergebnis, dass gemäßigte Biertrinker aus dem süddeutschen Raum seltener Herzinfarkte erleiden als Nichttrinker. Eine ähnliche Studie, die in einem schwedischen Krankenhaus durchgeführt wurde, stellte jedoch genau das Gegenteil fest. Der schwedischen Studie zufolge schützte der Genuss von Bier und anderen alkoholischen Getränken die schwedische Bevölkerung in keiner Weise gegen Herzinfarkt. Man geht davon aus, dass lediglich dunkles Bier eine herzschützende Wirkung besitzt, da es viele antioxidative Flavonoide enthält (ähnlich denen, die in Rotwein enthalten sind). Die Ergebnisse der Untersuchungen sind jedoch hinsichtlich einer möglichen positiven Wirkung von Bier auf die Arterien der Herzkranzgefäße wenig schlüssig. Demgegenüber sind seine negativen Auswirkungen auf den Herzmuskel (Herzinsuffizienz) und auf andere Organe recht deutlich.
  • Nährstoffe: Bier enthält eine geringe Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die zum größten Teil aus der bei seiner Herstellung verwendeten Bierhefe stammen. Bierhefe enthält sehr viele B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind in Bier jedoch nur in sehr verdünnter Form und daher in geringen Mengen enthalten. Im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken ist der Gehalt aber dennoch relativ hoch.

100 Gramm Bier liefern folgende Nährstoffe:

  • Vitamin B2, B6, Niacin und Folsäure: Zwischen zwei und drei Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs.
  • Vitamin B12: Ein Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs. Diese Angabe ist möglicherweise für strenge Vegetarier von Interesse, die aus Bier geringe Mengen dieses Vitamins erhalten können. Vegetarier sollten dabei alkoholfreies Bier bevorzugen.
  • Mineralstoffe: Bier bindet hiervon nur geringe Mengen, zwischen ein und zwei Prozent der empfohlenen Tagesmenge für Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium.

Die Nachteile von Bier

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Die in Bier enthaltene Kohlensäure kann, gemeinsam mit der reizenden Wirkung des Alkohols, zu einer ständigen Entzündung der Magenschleimhaut führen. Verdauungsbeschwerden, Magendruck, Gastritis und Zwölffingerdarmgeschwüre sind bei Biertrinkern häufiger anzutreffen.
  • Herzinsuffizienz: Bier enthält im Vergleich zu anderen Getränken relativ wenig Alkohol. Biertrinker neigen deshalb oft dazu, größere Mengen zu trinken, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Als Folge der schädlichen Auswirkung des Alkohols auf den Herzmuskel leiden Biertrinker häufig an eingeschränkter Herzfunktion (Herzinsuffizienz).
  • Darmkrebs: Es gibt viele Studien, die den Genuss verschiedener Arten alkoholischer Getränke mit Krebs in Zusammenhang bringen, selbst in gemäßigten oder geringen Mengen. Demnach haben Biertrinker ein besonders hohes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken (73% höher als Nichttrinker). Die Internationale Agentur zur Erforschung von Krebs in Lyon (Frankreich) schreibt diese Wirkung dem hohen Gehalt an krebserregenden Nitrosaminen im Bier zu.
  • Gicht: Alle alkoholischen Getränke erhöhen den Harnsäurespiegel im Blut, insbesondere Bier. Bei Gicht oder Harnsäureüberschuss ist das Hopfengebräu daher nicht empfehlenswert.
  • Migräne: Käse, Rotwein Schokolade und Bier zählen zu den Nahrungsmitteln, die am häufigsten migräneartige Kopfschmerzen auslösen. Eine britische Studie, die in einer Londoner Klinik durchgeführt wurde, machte besonders das Bier als Ursache für Migräneanfälle aus.
  • Krebserregende Substanzen: Im Bier konnte man bis Ende 1980 noch hohe Gehalte an krebserregenden Nitrosaminen nachweisen. Damals lieferte es 31% aller der von deutschen Männern aufgenommenen Nitrosamine. Die krebserregenden Stoffe entstanden beim Darren des Braumalzes, also beim Herstellungsprozess. Durch die Veränderung der technischen Verfahren konnte die Bildung von Nitrosaminen aber deutlich reduziert werden.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – nicht ersetzen kann.

 

Text von: http://suite101.de/article/bier-die-vor–und-nachteile-a106927#.VebzOSXtmko

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© pixabay.com/ © Alexas_Fotos

In den Wiesn-Zelten darf nur Münchner Bier ausgeschenkt werden. Dieses zeichnet sich durch eine besonders lange Tradition und daher Erfahrung im Brauen und durch die strikte Einhaltung des Reinheitsgebotes aus. Ein Überblick über die sechs Oktoberfestbrauereien…

Augustiner

Die Augustiner Brauerei wurde 1328 gegründet und gilt als die älteste der Stadt München. Sie hat ihre Wurzeln im Augustiner-Kloster in der Neuhauser Gasse. In dem Kloster gab es damals auch bereits eine eigene Ausschenke, die sehr beliebt bei den Münchnern war. Im Zuge der Privatisierung zog die Brauerei im 19. Jahrhundert zunächst in die Neuhauser Straße 27 um, wo noch heute die beliebte Augustiner-Gaststätte existiert, später dann in die Landsberger Straße, wo die Brauerei bis heute ihren Sitz hat und wo sich das urige Bräustüberl mit einer Auswahl an günstigen, bayerischen Speisen befindet. Als einziges der Münchner Biere hat das Augustiner das typische kleinere Flaschenformat mit breiterem Bauch.
Auf dem Oktoberfest gibt es das 6-prozentige Augustiner-Oktoberfest-Bier im Augustiner Festzelt sowie in der Fischer Vroni. Die Brauerei verwendet als einzige noch die traditionellen Holzfässer, die so genannten Hirschen, zur Lagerung.

Hacker Pschorr

1417 wurde die Brauerei bei der heutigen Gaststätte Altes Hackerhaus in der Sendlinger Straße gegründet und entwickelte sich im 18. Jahrhundert unter dem Ehepaar Joseph Pschorr und Maria Theresia Hacker zu Münchens führender Brauerei. Später wurde Hacker und Pschorr von den Söhnen als getrennte Brauereien weitergeführt und ist erst seit 40 Jahren wieder eine gemeinsame Marke. Die Brauerei befindet sich heute in denselben Räumlichkeiten wie die Paulaner Brauerei. Seit 2007 wird das Hacker-Pschorr-Bier wieder in den traditionellen Flaschen mit Bügelverschluss verkauft.
Auf dem Oktoberfest gibt es das mit 5,8% schwächste Bier im Hacker-Zelt (Himmel der Bayern) und in der Pschorr-Bräurosl.

Hofbräu

Die Brauerei wurde 1589 unter Wilehlm V. gegründet und hatte seinen ursprünglichen Sitz am so genannten Platzl im Hofbräuhaus, das bis heute ein beliebtes Wirtshaus und eine der touristischen Hauptattraktionen Münchens ist. Im 19. Jahrhundert wurde die Brauerei verstaatlicht und zog aus Platzmangel in die Innere Wiener Straße um, wo sich noch heute der Hofbräukeller mit einem der schönsten Biergärten Münchens befindet. Seit etwa 30 Jahren befindet sich die Brauerei nun in München-Riem.
Das ist das Hofbräu-Bier mit 6,3% das stärkste unter den Wiesn-Bieren und wird nur im Hofbräuzelt ausgeschenkt.

Löwenbräu

Im 19. Jahrhundert entwickelt sich der mittelgroße Betrieb unter der Familie Brey zur größten Brauerei Münchens und zieht wegen des starken Wachstums in die Nymphenburger Straße um, wo er noch heute ansässig ist.  Seit Oktober 2004 gehört die Spaten-Franziskaner-Löwenbräu-Gruppe zu InBev.
Merkmal der Marke Löwenbräu ist der Löwe. Berühmt ist auch der überdimensional große Löwe auf dem Löwenbräu-Wiesn-Zelt, der mit dem Schwanz wackelt und brüllt.
Auf dem Oktoberfest gibt es Löwenbräubier neben dem Löwenbräu-Festzelt auch im Schützen-Festzelt. Das Löwenbräu-Oktoberfestbier hat 6,1% Alkohol.

Paulaner

Seit 1634 im Kloster des Paulanerordens in der Neuhauser Straße gebraut, ist das Paulaner-Bier das jüngste unter den Münchner Bieren. Zunächst wurde das Bier nur an Festtagen öffentlich ausgeschenkt. Das Rezept des Starkbiers, das schnell sehr beliebt bei den Münchnern wurde, geht auf einen gewissen Bruder Barnabas zurück. Hauptsitz der Brauerei ist heute auf dem Nockherberg, in dessen Gaststätte auch das alljährliche Starkbierfest mit dem berühmten Politiker-Derblecken (Veralbern) unter Leitung eines gewählten Bruder Barnabas stattfindet.
Das Oktoberfestbier von Paulaner hat 6% Alkohol und wird im Winzerer Fähndl, Armbrustschützen-Zelt sowie im Käferzelt ausgeschenkt. Paulaner Weißbier gibt es außerdem im Nymphenburg Wein- und Sektzelt.

Spaten

Die Spatenbrauerei wurde 1397 gegründet und war die ersten Jahrhunderte in der Neuhauser Gasse angesiedelt. Seit 1807 ist die Brauerei nun im Besitz der Familie Sedlmayer und zog bald in die Marsstraße um, wo sie noch heute ansässig ist. Merkmal der Marke ist ein weißer Spaten auf rotem Hintergrund sowie die Initialen Gabriel Sedlmayers. Ebenso im Besitz der Familie Sedlmayer und daher heute mit Spatenbräu verbunden ist die Franziskaner-Brauerei. Seit einigen Jahren gehört die Spaten-Franziskaner-Löwenbräu-Gruppe zu InBev.
Spaten und Franziskaner Bier wird auf dem Oktoberfest im Schottenhamel, wo alljährlich der Anstich stattfindet, im Marstall, in der Ochsenbraterei und natürlich der Spatenbräu Festhalle ausgeschenkt. Das Bier hat 5,9% Alkohol.

Text von: http://www.oktoberfest.de/de/article/Das+Oktoberfest/Bier/Die+sechs+M%C3%BCnchner+Brauereien/1686/

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© Deutscher Brauer-Bund e.V.

Beim Bierbrauen werden die Bierzutaten Wasser, Malz und Hopfen miteinander vermischt und teilweise durch Hefe biochemisch verändert. Nachdem aus Getreide (in der Regel Gerste) Malz hergestellt wurde, wird dieses geschrotet. Der eigentliche Brauprozess beginnt mit dem Maischen. Dabei wird Wasser auf etwa 60 °C erwärmt, dann das geschrotete Malz hinzugefügt und die so entstandene Maische unter ständigem Rühren je nach Verfahren bis auf etwa 75 °C erhitzt. Bei verschiedenen Rast-Temperaturen setzen Enzyme die Stärke aus dem Malz in Malzzucker um. Alternativ werden Teile der Maische gekocht, was zu einer physikalischen Verkleisterung der Stärke führt.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter Der Brauprozess.

Bild: © Deutscher Brauer-Bund e.V. / http://www.brauer-bund.de/