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© pixabay.com/ © GregMontani

Bier ist ein alkoholisches Getränk mit einem niedrigen Alkoholgehalt, das aus der Vergärung von Malz gewonnen wird. Ob nach Feierabend auf der Couch, im Bierzelt auf dem Oktoberfest oder mit Freunden an der Bar – Bier gehört zu den beliebtesten alkoholischen Getränken überhaupt. Ein Suite 101-Artikel über die Vor- und Nachteile und die Zutaten von Bier.

Zutaten von Bier

  • Malz: Gerste wird unter Zusatz von Wasser gekeimt. Stärke wird dabei zu Malzzuckern abgebaut. Anschließend wird Hefe zugesetzt, welche den Zucker in Alkohol umwandelt.
  • Bierhefe: Sie wird dem Malz hinzugefügt, damit es gärt. Sie besteht aus einem besonderen, mikroskopisch kleinen Pilz, der Saccharomyces cerevisae genannt wird.
  • Hopfenextrakt: Er verleiht dem Bier seinen typisch bitteren Geschmack. Hopfen (Humulus lupulus) ist mit beruhigenden Heileigenschaften ausgestattet. Für das Bier wird der Hopfen zu einer Würze eingekocht, auch Stammwürze genannt.
  • Kohlendioxid (CO2): Zwischen drei und fünf Gramm Kohlensäure pro Liter

Die Vorteile von Bier

  • Geringer Alkoholgehalt: Bier enthält zwischen fünf und sieben Prozent Alkohol, das ist etwa die Hälfte des Weingehaltes und etwa achtmal weniger als bei Whisky oder anderen Spirituosen. Das Hopfengetränk ist daher durch seinen geringeren Gehalt auch weniger gefährlich als beispielsweise Wein, Branntwein oder Likör.
  • Schutz vor Herzinfarkt: Eine Studie der Universität Münster (Deutschland) kam zu dem Ergebnis, dass gemäßigte Biertrinker aus dem süddeutschen Raum seltener Herzinfarkte erleiden als Nichttrinker. Eine ähnliche Studie, die in einem schwedischen Krankenhaus durchgeführt wurde, stellte jedoch genau das Gegenteil fest. Der schwedischen Studie zufolge schützte der Genuss von Bier und anderen alkoholischen Getränken die schwedische Bevölkerung in keiner Weise gegen Herzinfarkt. Man geht davon aus, dass lediglich dunkles Bier eine herzschützende Wirkung besitzt, da es viele antioxidative Flavonoide enthält (ähnlich denen, die in Rotwein enthalten sind). Die Ergebnisse der Untersuchungen sind jedoch hinsichtlich einer möglichen positiven Wirkung von Bier auf die Arterien der Herzkranzgefäße wenig schlüssig. Demgegenüber sind seine negativen Auswirkungen auf den Herzmuskel (Herzinsuffizienz) und auf andere Organe recht deutlich.
  • Nährstoffe: Bier enthält eine geringe Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die zum größten Teil aus der bei seiner Herstellung verwendeten Bierhefe stammen. Bierhefe enthält sehr viele B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind in Bier jedoch nur in sehr verdünnter Form und daher in geringen Mengen enthalten. Im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken ist der Gehalt aber dennoch relativ hoch.

100 Gramm Bier liefern folgende Nährstoffe:

  • Vitamin B2, B6, Niacin und Folsäure: Zwischen zwei und drei Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs.
  • Vitamin B12: Ein Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs. Diese Angabe ist möglicherweise für strenge Vegetarier von Interesse, die aus Bier geringe Mengen dieses Vitamins erhalten können. Vegetarier sollten dabei alkoholfreies Bier bevorzugen.
  • Mineralstoffe: Bier bindet hiervon nur geringe Mengen, zwischen ein und zwei Prozent der empfohlenen Tagesmenge für Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium.

Die Nachteile von Bier

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Die in Bier enthaltene Kohlensäure kann, gemeinsam mit der reizenden Wirkung des Alkohols, zu einer ständigen Entzündung der Magenschleimhaut führen. Verdauungsbeschwerden, Magendruck, Gastritis und Zwölffingerdarmgeschwüre sind bei Biertrinkern häufiger anzutreffen.
  • Herzinsuffizienz: Bier enthält im Vergleich zu anderen Getränken relativ wenig Alkohol. Biertrinker neigen deshalb oft dazu, größere Mengen zu trinken, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Als Folge der schädlichen Auswirkung des Alkohols auf den Herzmuskel leiden Biertrinker häufig an eingeschränkter Herzfunktion (Herzinsuffizienz).
  • Darmkrebs: Es gibt viele Studien, die den Genuss verschiedener Arten alkoholischer Getränke mit Krebs in Zusammenhang bringen, selbst in gemäßigten oder geringen Mengen. Demnach haben Biertrinker ein besonders hohes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken (73% höher als Nichttrinker). Die Internationale Agentur zur Erforschung von Krebs in Lyon (Frankreich) schreibt diese Wirkung dem hohen Gehalt an krebserregenden Nitrosaminen im Bier zu.
  • Gicht: Alle alkoholischen Getränke erhöhen den Harnsäurespiegel im Blut, insbesondere Bier. Bei Gicht oder Harnsäureüberschuss ist das Hopfengebräu daher nicht empfehlenswert.
  • Migräne: Käse, Rotwein Schokolade und Bier zählen zu den Nahrungsmitteln, die am häufigsten migräneartige Kopfschmerzen auslösen. Eine britische Studie, die in einer Londoner Klinik durchgeführt wurde, machte besonders das Bier als Ursache für Migräneanfälle aus.
  • Krebserregende Substanzen: Im Bier konnte man bis Ende 1980 noch hohe Gehalte an krebserregenden Nitrosaminen nachweisen. Damals lieferte es 31% aller der von deutschen Männern aufgenommenen Nitrosamine. Die krebserregenden Stoffe entstanden beim Darren des Braumalzes, also beim Herstellungsprozess. Durch die Veränderung der technischen Verfahren konnte die Bildung von Nitrosaminen aber deutlich reduziert werden.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – nicht ersetzen kann.

 

Text von: http://suite101.de/article/bier-die-vor–und-nachteile-a106927#.VebzOSXtmko