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Eine der häufigeren Erscheinungen des Winters in Deutschland sind Schnee, Suppen und Glühwein. Doch neben Punsch und Lebkuchen mischt sich ein ganz andere, speziell im Winter verfügbarer Genuss: Das Winter- oder Weihnachtsbier.

Ja auch im Winter, wenn die Biergärten längst geschlossen haben, gibt es das Lieblingsgetränk der Deutschen in angepasster Form. Die Rede ist vom Winterbier, oder mancher Orts auch Weihnachtsbier genannt. Doch was genau ist eigentlich ein Winterbier? Steckt es voller Zimt, Kardamom, Nelken und anderen weihnachtlichen Kücheneinflüssen?

Die Antwort ist dabei gar nicht so leicht, wie die Fragen einem weiß machen wollen. Das Weihnachtsbier ist im Vergleich zu Pils,Altbier und Co. keine eigene Biersorte an sich.

Es zeichnen sich generelle Tendenzen ab, wie ein stärkerer Alkoholgehalt, manche Weihnachtsbiere fallen unter die Kategorie der Bockbiere, doch es gibt keine allgemeine Vorschrift, die ein Weihnachtsbier zu einem Weihnachtsbier macht.

In erster Linie handelt es sich um einen kommerziellen Gag, denn alles was sich Winterbier nennt, ist auch ein Winterbier. Was zunächst beinahe abschreckend klingt, sollte aber bei einem speziellen Weihnachtsbier noch einmal überdacht werden, denn die Vielfalt an winterlichen Sonderausgaben des Gerstensaftes ist riesig, von dunklen Bieren bis zu hellen ist alles vertreten, ganz nach dem Einfluss der produzierenden Region und den Präferenzen des Herstellers.

In vielen Fällen schmeckt das Weihnachtsbier malziger und hat, wie eben erwähnt, einen höheren Alkoholgehalt. Die „Malzigkeit“ vermittelt einen leicht karamelligen Beigeschmack, der weihnachtlich oder winterlich anmutet. Es lassen sich durchaus Biere finden, in denen Zimt, Kardamom, Lebkuchengewürz und Nelken feine Nuancen und Aromen hinterlassen, um ein weihnachtliches Gefühl beim Genießer zu hinterlassen.

Das sollte dennoch nicht bei jedem Winterbier erwartet werden. Die Wurzeln des Winterbieres schlagen tief, der Brauch ist bis auf die Wikinger zurückzuführen. Diese feierten die Wintersonnenwende mit einem starken Bier. Es reifte oft länger als das „normale“ Bier und ist deswegen voller.

Der Trend des stärkeren Bieres zur Weihnachtszeit reicht also weit zurück und ist vom praktischen Ursprung zu einem kommerziellen Trend geworden.

Jedes Weihnachtsbier ist nur vorübergehend verfügbar, oft auch nur regional beschränkt. Deswegen sollte die Chance nicht ausgelassen werden, sich durch die verschiedenen Winterspezialitäten zu probieren und den eigenen Favoriten für die kalte Jahreszeit zu finden.